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Posts

Es werden Posts vom März, 2020 angezeigt.

Am Wegesrand

Schönheiten, oder einfach nur stumme Zeugen ...  Betina Speicher

Glocken jeden Abend

Social distancing

Alles hat seine Zeit. Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit. Klagen hat seine Zeit, und Tanzen hat seine Zeit. Umarmen hat seine Zeit, und Sichmeiden hat seine Zeit.

Ganz schön aktuell, der Prediger im Buch Kohelet. Social distancing - Sichmeiden - schon in Zeiten des Alten Testaments. Wie ich mich freue auf die Zeit des Umarmens!

Veronika Kabis


Kinderkirche virtuell Nr. 2

Liebe Eltern und liebe Kinder,
weiterhin gilt: wer zu Hause bleibt, tut etwas Gutes, schützt andere und rettet Leben. Aber das kann natürlich langweilig werden. Zum Glück dürfen wir noch raus in die Natur, ein wenig spielen und uns die Beine vertreten. Aber man kann auch zu Hause etwas Spannendes bauen. Der nächste Vorschlag der Kinderkirche schickt euch auf die Reise Richtung Ostern. Hier kann man Geschichten entdecken, daran basteln, weiterbauen und verändern ... bis das Osterfest kommt. Wer Lust hat, mitzumachen, findet das Material zum Ausdrucken hier, einfach anklicken:
Unterwegs Richtung Ostern.pdf

Nikolai Halbach

Lorenz*Space 2: Sara lacht.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Lachen in Zeiten von Corona!? Pfarrer und Fernsehredakteur Christian Bauer über den Ernst der Lage, Gottvertrauen und biblisches Gelächter. Die Musik kommt von Uli und Sabine Schreiber.

Versand

Silke Ries-Kiefer ist derzeit wie viele Berufstätige kaum an ihrem eigentlichen Arbeitsplatz zu finden. Bei ihr wäre es das Gemeindebüro.
Nun hat sie "Homeoffice" - und tütet dort zurzeit knapp 900 Umschläge mit Gemeindebriefen ein. Denn das Presbyterium hat beschlossen, die gedruckte Ausgabe des Gemeindebriefes aus nachvollziehbaren Gründen nicht durch Ehrenamtliche austragen zu lassen sondern komplett mit der Post zu verschicken. Als pdf-Datei kann man den Gemeindebrief übrigens auf der Homepage der Kirchengemeinde herunterladen.
Jörg Metzinger

Versöhnt

Erbauliche Telefonate mit älteren Mitgliedern der Gemeinde. Ein kurzes Lebenszeichen, brauchen Sie was, alles ok bei Ihnen? Viele haben jemanden, der oder die für sie einkaufen und Dinge erledigen kann. Andere notieren sich die Telefonnummer für alle Fälle.

Kleiner Dialog: "Und was machen Sie so den ganzen Tag?" "Ach, ich habe schon fürs ganze Jahr den Frühjahrs-, Sommer- und Weihnachtsputz erledigt und alle Möbel vorgerückt. Jetzt weiß ich nicht, was ich noch putzen könnte."

Eine Gesprächspartnerin zum Thema Miteinander der Generationen: "Ich war so enttäuscht von den jungen Leuten, weil die ihre Corona-Parties gefeiert und gar keine Rücksicht genommen haben. Aber jetzt habe ich auch von vielen Jungen gehört, dass sie ganz viel helfen. Das hat mich wieder versöhnt."

Veronika Kabis


Eine Begegnung aus der Vor-Corona-Zeit

Kurt liebt Sachsen.
Seine Vorfahren kamen von dort. Aber das war lange her. Sehr lange.
Aber dieses wunderschöne Kultur-Land mit seinen abwechslungsreichen Landschaften, seinen hellwachen, humorvollen Menschen, Dresden oder Leipzig, alles das hatte es ihm angetan. Ja, selbst den gutturalen Dialekt im Lande der Vorfahren mochte er.
Endlich war er wieder dort. Fortbildung im Elbetal. Morgens erwachen mit Blick auf die Bastei, jenes faszinierende Felsmassiv der sächsischen Schweiz. Erhebend. Entsprechend gehoben war Kurts Stimmung. Diese steigerte sich noch, als er den freien Nachmittag nutzte zu einer Zugfahrt in die Landeshauptstadt.
Kurz nach der Wende war er dort in Dresden gewesen, als die Trümmer-Steine der Frauenkirche noch in Regalen aufgereiht darauf warteten verbaut zu werden. Entlang der Prager Straße gingen Pornobuden und improvisierte Bankfilialen ihrem Geschäft nach. Aber das war lange her. Sehr lange.
Jetzt reihen sich dort die Tempel der kapitalistischen Marktwirtsch…

und plötzlich ganz nah …

Weniger ist mehr

Es gehen zurzeit viele Anregungen zum Gebet rum. Mir wird das manchmal zu viel. Ich habe am ersten Tag, an dem mir Corona richtig ins Bewusstsein gerückt ist, einen Zettel genommen und einen einzigen Psalmvers draufgeschrieben. Der liegt jetzt mal auf meinem Couchtisch, mal auf dem Nachttisch oder hängt am Kühlschrank. Weniger ist mehr.

Erbarme dich Gott,
erbarme dich meiner!
Denn bei dir ist mein Leben geborgen,
und in den Schatten deiner Flügel flüchte ich,
bis das Verderben vorüber ist.
Psalm 57,2

Veronika Kabis



Spiritualität

Was ist das eigentlich, Spiritualität? Auf der Suche nach einer einfachen und erfahrungsorientierten Antwort bin ich als Suchender irgendwann in einem kleinen französischen Dorf hängen geblieben. Wie viele andere, vorwiegend Jugendliche, auch. „Laudate omnes gentes“, Sie kennen das Lied auch aus unserer Liturgie in Schafbrücke. Geschrieben wurde es von einem Mönch im Kloster von Taizé. Hier "loben viele Menschen und Völker Gott", wie das Lied sagt. Die Gemeinschaft von Taizé ist eine ökumenische Mönchsgemeinschaft. Sie leben zusammen, arbeiten und feiern auf ganz einfache Weise mehrfach am Tag Gottesdienst – bzw. „Gebet“, wie es in Taizé heißt. Dabei lassen sie Lieder mit einfachen, eingängigen Melodien und Texten sowie Bibelworte auf sich wirken. Ohne viele Schnörkel. Ohne viele Erklärungen. Immer international in mehreren Sprachen. Im Mittelpunkt steht die gemeinsame Feier. Menschen – junge und alte – aus allen Ecken der Erde und von jedem christlichen Hintergru…

Home Office

Daheim sein und arbeiten, das hat für mich bislang nicht zusammengepasst. Daheim ist daheim und Büro ist Büro - Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps. Nach einer Woche Home Office beginne ich mich daran zu gewöhnen. Aber will ich mich daran gewöhnen? Es steckt doch viel Weisheit in dem Rat, immer bei einer Sache zu bleiben und diese dann aber ganz zu machen: "Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich, wenn ich liebe, dann liebe ich..." Ich freue mich, irgendwann wieder ins Büro zu dürfen. Und daheim wieder daheim sein zu dürfen. Ganz ohne Arbeit.

Veronika Kabis



Erinnerungssignal

Mitten auf dem Weg ertönt mein Erinnerungssignal zum Glockenläuten. Ich habe den Wecker gestellt, damit ich das Läuten nicht vergesse. Das soll so bleiben.
Der Weg vor uns steigt an, steil, aber geordnet und gleichmässig.
Betina Speicher

LorenzSpace 1: Die eherne Schlange

Sonntag Vor vier Wochen waren sie im Einsatz und sind heute noch schön. Morgen werde ich die Primeln im Garten einpflanzen, wo sie uns nächstes Jahr wieder erfreuen.

Betina Speicher

Glockenläuten und Beten nicht abgesagt

Man merkt bekanntlich erst, was einem fehlt, wenn es einem weggenommen wird. Sonntags zum Gottesdienst gehen zum Beispiel. Ich habe da auch nicht immer Lust drauf, aber jetzt, wo es quasi zu ist, fange ich schon an, das Kirchlein am Lorenzberg zu vermissen. Irgendwie tröstlich, unsere Glocken auf dem neuen Youtube Channelzu hören. Glockenläuten ist zum Glück nicht abgesagt... Ebenso wenig das Beten. Das Ökumenische Netz www.oekumenisches-netz.de hat eine "Ermutigung zum Gebet" verfasst.

Veronika Kabis

Kinderkirche virtuell

Hallo ihr Eltern und Ganzkleinen!
Auch der Kindergottesdienst hat Pause und vermutlich schauen sich die Kleinen keinen 45-Minuten Gottesdienstmitschnitt an. Auch für die Kinder, die sonst oben malen und dann vor der Predigt "runter gehen", gibt es geistliche Nahrung und Beschäftigung. Zum Beispiel mit Elia und einem Engel ... Schaut doch mal rein: Klickt einfach den folgenden Link an und ladet euch die Geschichte herunter: Kinderkirche - Mutmachgeschichte.pdf

Niko Halbach

Ankündigung

Studio steht

Ab Morgen wird hier produziert.

Jörg Metzinger

Tag 4

Jeder Tag fängt mit einem Spaziergang an. Der Hund muss raus! Es blühen die ersten Sträucher. Der Weg liegt noch vor uns.  Seien Sie geschützt, Betina Speicher

Segen aufgeschnappt

Schöne Gruß- und Segensformel in Corona-Zeiten, heute irgendwo aufgeschnappt: "Schützen Sie sich und andere. Seien Sie geschützt."

Veronika Kabis

Ein Baum fällt

Gartenbau Robert nutzt das schöne Wetter und arbeitet am Lorenzberg. Die Tuja, vom Borkenkäfer befallen, war unrettbar. Die anderen beiden werden in den nächsten Jahren wohl auch fallen. Traurig.

Jörg Metzinger




Fundstück

Von der Zeitschrift Publik Forum (tolle Zeitschrift, die das Herz kritischer Christ*innen erfreut :-), gibt es so einen täglichen Newsletter. Manches in dem "Spiritletter" ist eher solala. Aber heute ist da ein wirklich bemerkenswertes Gedicht drin:

Kronen

Krone
Krone der Schöpfung
der Mensch
du ich wir

Wir sind die Königinnen
die Könige
Tiere und Pflanzen
alles was lebt
uns untertan

Wir sind die Herrscher
der Welt
haben die Macht
regieren
mit unserem Geld

Unser Erfindungsreichtum
unerschöpflich
unersetzlich
unglaublich

Wir glauben
an den Fortschritt
wollen wachsen
über alle Grenzen

und plötzlich

wackeln unsere Kronen
bringt uns ein Winzling
ins Wanken
und kennt
keine Grenzen
wächst in uns
unglaublich
unersättlich
beherrscht die Welt
regiert mit Macht
macht uns
hilflos

Wir legen
unsere Kronen ab
werden still
schließen die Türen
und fragen
was nun

Zurückgeworfen
auf uns selbst
blicken wir
in den Spiegel

Wer bin ich
ohne Krone
was bleibt
wenn das Leben
still steht
wenn ich
mit …

Fundstück

Auch hübsch. Danke an Uli Schreiber für den Fund!

Jörg Metzinger

Vorerst letzter Gottesdienst vor Ort

Das Foto habe ich kurz vor dem vorerst letzten Gottesdienst am Lorenzberg gemacht. Das war am 15. März. Ihr seht die ersten zwei von immerhin 25 Menschen, die vorbeikamen. Unsere Küsterin Betina Speicher hatte unterschiedliche Sitzgruppen gestellt, alle in vorschriftsmäßigem Abstand zueinander.

Jörg Metzinger
8:30h

Nachdem unserer Kirchengemeinde alle Aktivitäten im "Carbon-Leben" versagt sind, gehts jetzt vor allem im Internet weiter.
Zum Beispiel mit diesem Blog, der heute beginnt. Mach ich zum ersten Mal sowas, aber was solls.

Bleibt gesund und Gott befohlen!